Andersdenkende Typen = Unterschiedstrainer/spieler

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Updated: Juli 1, 2018

Typen gibt es nicht mehr im deutschen Fussball – so ein Quatsch!! Natürlich gibt es die noch, die Querdenker, Hochbegabten und Menschenfänger…nur haben sie es in der heutigen Fußball-Gesellschaftsstruktur schwierig und wurden/werden sukzessive verhindert und wurden/werden durch stromlinienförmige Typen regiert. Und nun heulen alle!

Nur daran sind wir selbst schuld, NLZ´s mutieren zu Studenten-WG´s und jeder der nicht konzeptionssprachliches Raumcoaching anwendet – ist doof! Hört auf, wir brauchen sie – die Querdenker, die Unterschiedstrainer- und spieler! Wäre schön wenn wir das wieder praktizieren und nicht alle Andersdenkenden und freiheitlichen Instinkttrainer/spieler verbessern und entmachten!!

Beim niederländischen TV – WM Analyse

Neues Spielebuch

Trainer von heute und morgen sollen immer wieder Entscheidungen treffen – dafür brauchen sie Mut! Misserfolge sind personifiziert auf den Trainer, Erfolge auf das Team! Darüber kann man jammern – aber am Ende des Tages ist es halt so…

Hyballa hat mit seinen beiden Kollegen Hans-Dieter te Poel und Didi Schulze-Marmeling ein neues Buch über Spielformen geschrieben.

Einfach nur spielen – kein Footbonaut, keine 3D-Brille und nicht so viele Protokolle…Sorry dafür 😉

Dazu nochmal über die Angst des Trainers und andere Dinge im transfermakrt-Interview mit PH!

DER BALL IST WICHTIG UND NICHT DIE EXCEL TABELLE

In die Trainerausbildung müssen Praktiker, die auf dem Feld stark sind und nicht nur „Protokollkünstler“

 Interview mit PH

 Peter Hyballa:. Ich war als Cheftrainer im Profibereich aktiv und international tätig – zudem studierte ich Sport, Pädagogik und Psycholgie. Ich kenne also alle Richtungen!! Zudem habe ich gefühlt eine Ewigkeit in Nachwuchsleistungszentren und Jugendabteilungen (vorherige Bezeichnung; d. Red.) gearbeitet. Mir muss also keiner was erzählen! (lacht) Ich bin seit 26 Jahren Trainer, zudem gebe ich seit 20 Jahren Fortbildungen. Und so kommt eine Menge Trainerpraxiserfahrung zusammen. Und ich komme aus der Praxis als Vereinstrainer und die Jungs brauchen Balltrainer, Techniktrainer, Trainer die voller Hingabe in der Praxis arbeiten und schwierige Charaktere fördern und nicht nur Studierte, Verbandstrainer oder Stützpunktkoordinatoren – sondern Leute die täglichen Kontakt mit Mannscaften hatten/haben. Der Ball ist wichtig und nicht die Excel-Tabelle.

Wir müssen als Trainer aufpassen, dass uns die Spieler, Berater und Funktionäre nicht den Rang ablaufen.

Deutsch-niederländischer Speech beim FC Bocholt

Deutsch-Niederländischer Speech beim FC Bocholt und die „rote Couch“ – Sportpsychologen-Kongress beim VfL Bochum

 Hybo war auch in der westlichen Heimat unterwegs, zum einen beim deutsch-niederländischen Grenzaustausch im Klubhaus vom 1.FC Bocholt, auf Einladung vom FC-Präsident Ludger Triphaus – wo Hyballa, in abwechselnder Sprach (deutsch-niederländisch) die Gäste aus beiden Nationen sowohl sprachlich und inhaltlich überzeugte und das Berufsbild des Trainers skizzierte.

Als U Peter Hyballa ook als Speaker bij U Clinic of Buisness boeken will! Geen problem! Mailtje aan deze Homepage en dan komt PH graag!!

Falls Sie Peter Hyballa bei einer Fortbildung oder Buisnesstalk einladen wollen, no problem! Kurze Mail und Action sowie inhaltliche Power ist garantiert!

Psycho Kongress beim VfL Bochum

Anfang Juni war PH eingeladen von den Sportpsychologen, die im VIP-Raum vom VfL Bochum einen Kongress veranstaltete, wo er verschiedene Prozesse zwischen Trainer, Spieler und Psychologen aufzeigt, was ihn in seiner 26jährigen Trainertätigkeit aufgefallen ist!

Zwei coole Veranstaltungen!

Trainer, wann spielen wir

Andersartigkeit zulassen und nicht die Erziehung von „grauen Männern wie bei Momo“ weiterhin fördern

Hyballa: Ich glaube, quer zu denken und Andersartigkeit zuzulassen ist wichtig. Innovation bedeutet auch, etwas didaktisch-methodisch anders zu machen. Ich glaube, dass wir im Jugendfußball zu viel im taktischen Bereich rumhantieren. Du musst viel mehr Begeisterung und technische Elemente reinbringen. Die Basics müssen wieder sexy werden. Zudem ist der Trainer als Persönlichkeit enorm wichtig ist. Wir müssen als Trainer aufpassen, dass uns die Spieler, Berater und Funktionäre nicht den Rang ablaufen. Wir brauchen eine unheimlich gute Ausstrahlung. In dieser Hinsicht kann man sehr viel vermitteln. Sich in der Trainerausbildung hinzusetzen und nur mit den Inhalten berieseln lassen – das alleine reicht nicht. Und: Das Training auf dem Feld ist entscheidend, denn Spieler motzen, wenn du nicht trainieren kannst und keine Varianten anbietest. Die Übung ist der Körper – das Coaching ist die Seele! Als Trainer musst du supergut auf dem Platz sein!

Transfermarkt: Worauf wollen und müssen Sie die Lehrgangsteilnehmer für die Trainerausbildung konkret vorbereiten?

Hyballa: Es gibt insgesamt viele Bereiche, die als Trainer abzudecken sind. Der Trainerjob ist die Schlüsselposition des Fußballs. Letztlich geht es um Technik, Taktik, Kondition und Mentalität – aber auch darum, wie du dich als Trainer selbst reflektierst, wie du die Gruppe für dich gewinnst und wie du gezielt Dinge ansprichst. Dann kommt es auf rhetorische Fähigkeiten an. Ich kann Trainern gut vermitteln, wie man mit Krisen umgehen sollte. Ich war jetzt auch ein Jahr lang ohne Job. Ganz ehrlich: Das eine Jahr war für mich die Hölle, brutal hart und schrecklich. Als Trainer kannst du plötzlich weg vom Fenster sein. Du weißt nicht, wann es weitergeht, das zermürbt dich irgendwann. Und damit umzugehen und die Liebe zum Fußball aufrechtzuerhalten, ist ganz entscheidend. Arbeitslose Trainer müssen wir mehr ins Boot holen, denn ich weiß, wie die sich fühlen: nicht gut. Du kannst viele Hospitationen und Gespräche führen mit Persönlichkeiten, nur ganz ehrlich, das bringt dich zwar weiter – aber befriedigt hat es mich nicht, ich wollte wieder aufs Feld. Das beste Gespräch in der vereinslosen Zeit war übrigens mit Peter Hermann, Co-Trainer bei Bayern, da ging es einfach nur um Fußball und die Liebe zum Feldtraining.

Transfermarkt: Sie sind als 42-jähriger Coach gut herumgekommen, arbeiteten unter anderem in Nijmegen, Leverkusen, Graz, Aachen, Dortmund und Wolfsburg und sogar in Namibia. Welche Erfahrungen sind für Ihren neuen Job besonders wertvoll?

Hyballa: Ich kann ausführlich aus der Praxis erzählen. Eine Sache ist dabei besonders hängengeblieben: Empathie schlägt Taktik! Die Mannschaftsführung und die menschliche Komponente im Trainer-Spieler-Verhältnis sind brutal wichtig. Nichts geht über Beziehungen, Beziehungen, Beziehungen. Darum müssen wir mit der Konzeptsprache aufpassen, die auch ein Stück Beziehungslosigkeit charakterisiert. Wenn ein Spieler für dich als Trainer durchs Feuer geht, ist das der ausschlaggebende Faktor. Darum gehen auch die alten Haudegen, die das besonders gut vorleben, nie verloren. Und: Nicht jeder Trainer passt in eine bestimmte Kultur. Es gilt, sich durchzusetzen, auch wenn du vielleicht mal eine schlechte Phase hast. Du musst Begeisterung für deinen Job vorleben. Ich weiß manchmal nicht, ob jeder Trainer die Ausbildung der Leidenschaft zum Trainerjob wegen macht oder weil er relativ schnell nach oben kommen will.

Doppelter HYB The TYP

WM-Experte im holländischen TV + Coach Clinic in Hilversum

Nebenbei war Hyballa Experte im niederländischen Fernsehen bei NOS, wo er die deutsche Mannschaft begleitete. Aber auch andere Spiele wurden analysiert und es hat Riesen-Spaß gemacht.

Das Ausscheiden der deutschen Mannschaft live im niederländischen TV zu erleben, war natürlich skurril …aber ich muss sagen, dass viele niederländische Redakteure usw. den Deutschen die Daumen gedrückt haben und das die Anti-Deutsch-Haltung in den Niederlanden immer weniger wird – da sie doch offensive Fussball-Liebhaber sind…

Zudem gab Hyballa am letzten Wochenende im Juni eine Trainerfortbildung in Hilversum und coachte 35 Trainer aus Holland und Belgien, die er detailliert und variantenreich sein Ball-Konzept „Empathie-Ball-Raum-Tempo“ vorstellte. Ein voller Erfolg!!

 Jugendfußball mutiert zum Mini-Profifußball – der absolut falsche Weg!!!

Transfermarkt: Wie lauten Ihre Ansätze zum Thema Jugendfußball?

Hyballa: Ich finde, dass der Juniorenfußball an vielen Stellen zum Mini-Erwachsenenfußball geworden ist. Wir kopieren alles aus dem Profibereich. Das ist Quatsch! In der C- oder D-Jugend kommt es nicht darauf an, alles über Mannschaftstaktiken oder den Sechser oder Achter zu wissen. Zudem gibt es auch im Juniorenbereich einen unheimlichen Ergebnisdruck, obwohl sich viele hinter dem Begriff Ausbildung verstecken. Doch Nachwuchsfußball mutiert immer mehr zu einer Kopie des Seniorenfußballs – und da müssen wir entgegenwirken.

Transfermarkt: In den vergangenen Monaten wurde stets der Vergleich zweier Trainergenerationen bemüht. Erfahrene Fußballlehrer wie Jupp Heynckes und Friedhelm Funkel stehen sogenannten „Laptop-Trainern“ wie Julian Nagelsmann und Domenico Tedesco gegenüber. Was ist denn nun das Erfolgsrezept im modernen Fußball?

Hyballa: Mach es so, wie du es für richtig hältst! Jeder ist so, wie er ist. Wenn ein Trainer meint, wie Diego Simeone an der Seitenlinie Emotionalität vorzuleben, habe ich damit überhaupt kein Problem. Genauso wenig habe ich aber ein Problem mit einem introvertierten und intellektuellen Uni-Absolventen oder mit einem Ex-Profi, der viele Anekdoten zu erzählen weiß. Jeder Trainer muss einfach authentisch sein.

Transfermarkt: Was muss er darüber hinaus noch beherzigen, um den Anforderungen des Jobs gerecht zu werden?

Hyballa: Einen bestimmten Typus zu kopieren, funktioniert nicht. Angst, die du vielleicht als Trainer in dir trägst, musst du unterdrücken. Angst macht dich als Trainer kaputt. Ich habe mit Laptop-Trainern zusammengearbeitet, die empathisch sensationell waren. Und ich habe mit Ex-Profis gearbeitet, die auch am Laptop richtig gut waren. Ich habe aber auch schon ehemalige Profis erlebt, die trotz einer großen Karriere rhetorisch und strukturell katastrophal waren. Auch waren Laptop-Trainer dabei, die auf dem Platz nichts konnten. Das Image, das an beiden Trainergruppen haftet, ist daher der größte Blödsinn, den es überhaupt gibt. Woher ein Trainer kommt, ist total egal. Dass wir im Jahr 2018 darüber heute noch reden… Es kommt allein aufs Talent, die eigene Persönlichkeit und harte Arbeit an.

Ball vor Excel-Tabelle. Die Kunst des Feldtrainers

Was viele Ex-Profis vielleicht unterschätzen, ist, dass das Trainerdasein, besonders im Nachwuchsbereich, knallharte Arbeit ist!

Transfermarkt: Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl bezeichnete die DFB-Trainerausbildung als „elf Monate Gehirnwäsche“ und sagte: „Die Tedescos, die Wolfs – sie sprießen aus dem Boden, und der deutsche Fußball wird sein blaues Wunder erleben.“ Die neue Trainergeneration sei „nicht mehr wirklich an den Menschen und den Fußballern interessiert“. Michael Ballack nahm Scholl daraufhin in Schutz. Wie bewerten Sie seine Aussagen?

Hyballa: Ex-Profis haben natürlich ein gutes Gefühl für die Situation des Fußballs, deshalb muss man ihnen auch gut zuhören. Bei allem, was mit Empathie zu tun hat, gebe ich ihm recht. Da kann man noch viel mehr dran arbeiten. Im Kern kann man über eine solche Kritik diskutieren. Trotzdem sollte man keine Trainerkollegen angreifen. Es gibt einen Kodex, und den hat er verletzt. Die Stärke von Tedesco und Wolf ist ja gerade die Empathiefähigkeit. Mit Scholl und Ballack (der auch Kritik an den Nachwuchsfußball richtete) sollte man sich immer austauschen, weil ich sie für hochinteressante Fußballexperten halte, aber Scholl war nur kurz Trainer und Ballack noch gar nicht. Was viele Ex-Profis vielleicht unterschätzen, ist, dass das Trainerdasein, besonders im Nachwuchsbereich, knallharte Arbeit ist. Du musst jeden Tag bei Wind und Wetter Spieler verbessern, die vielleicht nicht so gut waren wie du selbst. Dafür brauchst du entsprechende Methoden, Erfahrung, Loyalität und enormen Fleiß.

Transfermarkt: Sie selbst schreiben Bücher, darunter auch für den internationalen Markt. Ist der Fußball mittlerweile zur Wissenschaft geworden?

Hyballa: Der Begriff ‚Wissenschaft‘ ist im Fußball immer noch negativ behaftet. Wissenschaft gehört in jedem Bereich dazu, ob als Pädagoge oder als Mediziner. Jeder Trainer, der eine Art Lebenscoach ist, ist auch Theoretiker. Aber jedem Trainer ist selbst überlassen, ob und was er an Inhalten einbringen möchte. Wenn sich jemand auf seine Instinkte verlässt, habe ich damit überhaupt kein Problem. Aber in der Trainerausbildung muss man natürlich alles anbieten. Wenn ein Mehmet Scholl sagt, dass er stärker am Menschen arbeiten möchte und ein anderer wiederum betont, taktisch mehr schulen zu wollen – das ist doch super, denn wir brauchen sowohl die Scholls als auch die Leute, die mit wissenschaftlichen Daten gut umgehen können. Aber beide Gruppen müssen fleißig sein und sich gegenseitig respektieren.

Die deutschen Eigenschaften stehen hoch im Kurs: Wir sind total fleißig und detailversessen

Transfermarkt: Jürgen Klopp bei Liverpool, David Wagner bei Huddersfield, nun Thomas Tuchel bei PSG. Was macht deutsche Trainer für das Ausland so interessant?

Hyballa: Deutsche Trainer sind weltweit mit am besten ausgebildet. Das muss man ganz klar sagen. Der deutsche Trainer ist wie ein deutsches Auto. Die deutschen Eigenschaften stehen hoch im Kurs: Wir sind total fleißig und detailversessen. Ich glaube aber, dass wir in Sachen Entertainment und Begeisterungsfähigkeit etwas besser werden können. Wir denken manchmal zu strukturell, was auch vorteilhaft sein kann. Manche Dinge etwas lockerer und entspannter anzugehen, ist aber ebenfalls wichtig. Und im Juniorenfußball Erlebnis- statt Ergebnisdruck kreieren, ist ein weiterer Schritt, da wir wieder mehr Dribbler und Straßenfußballer brauchen, die mit ganz viel Risiko und Instinkt spielen.

Mit Top-Analyst und Trainerkollege Remco in Nederland

Deutscher Fussball ist innovativ

Transfermarkt: In Sachen Entertainment ist Klopp aber ja weit vorn dabei…

Hyballa: Ja, Jürgen kann beides. Er stand nicht umsonst wieder im Champions League-Finale. Man muss aber auch klar sagen: Vieles hängt vom Spielermaterial ab. Wenn einer absteigt, ist er nicht gleich ein schlechter Trainer. Ich finde zudem, dass wir einen zu großen Bohai um einzelne Trainer machen. Was mir bei meinen Auslandsaufenthalten aufgefallen ist: Wir deutsche Trainer sind brutal innovativ, was Psychologie, Systemwechsel und internationale Ideen anbelangt. Das glaubt eigentlich keiner, weil der Deutsche ja eher als konservativ gilt, aber im Fußball ganz und gar nicht. Das macht deutsche Trainer total spannend. Aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen immer noch besser werden.

bal, tempo, ruimte clinic in Hilversum

 

https://www.transfermarkt.de/hyballa-bdquo-angst-musst-du-unterdrucken-macht-dich-als-trainer-kaputt-ldquo-/view/news/309629

https://madeinbocholt.de/fussball-schafft-grenzueberschreitende-geschaeftskontakte/

https://www.bbv-net.de/Lokalsport/Hyballa-ist-in-Holland-WM-Experte-148725.html

http://werkstatt-blog.de/2018/06/anmerkungen-zum-deutschen-ausscheiden/

http://www.nw.de/blogs/tv_und_film/22160038_Being-Mario-Goetze-Doku-ueber-den-WM-Helden-der-lieber-keiner-waere.html

http://socratesmagazin.de/lucien-favre-exklusiv-interview-borussia-dortmund/

 

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