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Updated: Mai 1, 2017

In der neuen DFB-Fachzeitschrift für Verein und Schule fussballtraining junior 02/2017 schrieb Fußballlehrer Hyballa einen Artikel über das Erlernen und Üben von verschiedenen Dribbeltechniken bei den jüngsten Fußballern!

Dribbelkünstler dringend gesucht

Fußball-Deutschland diskutiert darüber, dass „echte“ Dribbler fehlen. Denn ein kreatives und effektives Dribbling ist häufig das beste Mittel, um die heutzutage taktisch immer besser ausgebildeten Abwehrreihen zu knacken.

Doch die Dribbelkünstler fallen nicht einfach so vom Himmel.

Der Schlüssel wie immer im Fußball – der TRAINER

Wenn es darum geht, die Kinderkreativ Lösungsmöglichkeiten im 1 gegen 1 finden zu lassen und nicht jede Spielsituation im Kombinationsspiel zu lösen, sind vor allem die Trainer gefragt. Beim Training des Dribbelns und Fintierens ist vor allem auf Beidbeinigkeit zu achten, um nicht so leicht ausrechenbar zu sein.

Theoretische Vorbereitung ist Trainerarbeit

Cruijffs Ballkritik

(aus: Modernes Dribbling S.32/33 – Hyballa/te Poel, Meyer und Meyer Verlag)

Der leider viel zu früh verstorbene niederländische Fußballkönig Johan Cruijff kritisierte in den letzten Jahren sehr intensiv die Entwicklung des niederländischen Fußballs. Er wünschte sich wieder mehr Technik und weniger Ballzirkus im Spiel der Spiele: einen gelungenen Scherentrick unter großem Gegnerdruck, eine gekonnte Ballbehandlung, einen präzisen Wechsel-Pass, den gesetzten Offensivkopfball etc.

Damit ging er konform mit Urs Siegenthaler, dem Spielbeobachter der deutschen Fußballnationalmannschaft:

„Überhaupt sollte das Dribbling eins der wichtigsten Ausbildungs- und Trainingsziele sein. Direktes Passspiel ist schön und gut, doch manchmal muss man es alleine riskieren. Das hat übrigens nichts mit Egoismus zu tun. Dazu braucht man Mut und Leidenschaft, die wichtigsten Tugenden im Sport.“

(http://www.zeit.de/sport/2010-08/siegenthaler-loew-taktik-gaal/seite-2)

Mutige Trainer = Phantasievolle Spieler

Der Sportspielforscher A. Hohmann von der Universität Bayreuth, der aktuell ein Projekt zum Techniktraining in den Spielsportarten leitet, ergänzt diese Aussagen, bezogen auf das Techniktraining, allgemein, indem er in einem Interview vom September 2014 unter www.dfb.de feststellt: „Denn: Unabhängig von persönlichen Voraussetzungen bleibt die Technik ein wichtiger, limitierender Faktor im Profifußball. Es ist also wichtig zu erfahren, wie ein Spieler dieses Level erreicht.“

Cruijff führte weiterführend an, dass niederländische Coerver-Experten, wie u. a. René Meulensteen (in diesem Buch), im Ausland sehr gefragt sind. Für ihn galt es, diesen Trainertypus, den sogenannten Field-Coach, der mit seinen Augen für Fußballtechnik wegweisende Impulse für das Fintieren, die Dribbelaufgabe, den Last-Moment-Pass, den gekonnten Diagonalball, die perfekte Ausführung des Flugkopfballs usw. geben kann, zukünftig wieder verstärkt auszubilden und das nicht nur in den Niederlanden.

Diesen Forderungen schließen sich die Autoren uneingeschränkt an. Sie betonen, dass der Trainingsalltag, und das trifft insbesondere für die Ausbildung zu, mehr und mehr unter dem Primat taktischer Gesichtspunkte auf dem Platz (und mithilfe der heutigen modernen Medien) steht. Oftmals gerät der direkte Umgang mit dem Spielgerät, dem Ball, in Spielräumen in den Hintergrund. Je mehr wir Trainer und Fußballlehrer „isolieren, binden, Räume ziehen und abklemmen“, desto weniger Lernen und Training in der Beherrschung des Balls ist im Spiel. Das sollten wir nicht vergessen.

Daher benötigen wir dringend Spezialisten, die in den Pässen und Dribblings eine Botschaft sehen und die diverse Balltechniken im Trainingsalltag verstärkt lernen und trainieren. Diese „Balltrainer“ würden den heutigen erweiterten Trainerstab, gebildet aus Athletiktrainer, Physiotherapeuten, Psychologen und Pädagogen und Masters of Science (Scouting und Analytics), sinnvoll und wirksam ergänzen. Auch an dieser Stelle plädieren die Autoren für ein „Sowohl-als-auch“ und nicht „Entweder-oder“. Denn mit einer sicheren, präzisen, schnellen, variablen und virtuosen Technik kann jeder Spieler auf der Welt taktische „Fifty-fifty-Situationen“ aushebeln.

Mehr dazu: http://peterhyballa.org/technik-vor-technik-denn-sie-ist-verdammt-sexy/

Trainerkollegen können immer voneinander profitieren

Wieder mal eine Trainerfortbildung in den Niederlanden – diesmal beim VVON (Packing Dribbling)

Hyballa absolvierte Ende März 2017 mit der Profimannschaft von NEC Nijmegen eine Trainerfortbildung am Jugendzentrum De Eendracht in Nijmegen. Es waren ca. 300 Trainer anwesend, die Mitglieder des VVON sind, der Amateurtrainerverband der Niederlande.

Es ging um das Überspielen und Überdribbeln von gegnerischen Spielern und Zonen!!

Hier Video und Text zur durchgeführten Fortbildung!!

https://www.vvon.nl/actuele-berichten/item/10881741/Geslaagde-studiedag-bij-NEC-Nijmegen-Video-van-deze-unieke-Studiedag-te-zien-op-deze-website

 

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