Gedanken zur Junioren-Champions League

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Updated: Februar 2, 2015

Junioren-Champions League

Bayer Leverkusen U19 in der Junioren-Champions League

Bayer Leverkusen U19 in der Junioren-Champions League

 

Mit Zusatz-Interview von Peter Hyballa – geführt durch den Kölner Stadt-Anzeiger und des Instituts für Kommunikations-und Medienforschung der deutschen Sporthochschule Köln

Im folgenden Hauptartikel geht es um interessante Details und Sichtweisen der Youth League – die Champions League für U19-Mannschaften! In dem Beitrag wird explizit über die Leverkusener U19 geschrieben sowie von Überbelastungssyndromen, Modus der Gruppen und den Spagat zwischen Schule und Fußball.

Im zweiten Teil wird der Leverkusener Fußball-Lehrer Peter Hyballa interviewt, wo es um den Sinn des neuen Wettbewerbs geht, um Drucksituationen für Jungprofis und um Kombination von Bildung und Leistungssport!

Die Champions League im Kleinformat
Die Youth League ist ein attraktiver Wettbewerb, aber nicht unumstritten

VON FABIAN HELLBERG UND DAVID BÖKMANN

Ein Mittwoch Ende November. In Leverkusen ist es wieder soweit: Es ist Europapokal-Zeit. Die Fußballer von Bayer 04 Leverkusen und AS Monaco laufen
ins Stadion ein, die Hymne ertönt. Kurzes Shakehands, ein Gruppenfoto für die Medien, dann folgt der Anpfiff und der Ball rollt – allerdings ist es nicht 20.45 Uhr, sondern kurz vor 14 Uhr. Und gespielt wird nicht in der ausverkauften BayArena, sondern im Schatten der großen Wettkampfstätte,im unmittelbar benachbarten, deutlich kleineren Ulrich Haberland Stadion.
Es läuft auch kein Champions-League-Match, sondern eine Partie der Uefa Youth League, dem Europacup im Kleinformat, einem Wettbewerb für Nachwuchsteams, der seit der Saison 2013/2014 der Königsklasse des Seniorenfußballs angegliedert ist. In der Gruppenphase der Youth League starten die gleichen 32 Klubs wie im Profi- Wettbewerb. Und auch der Modus ist zunächst identisch: Nach der Gruppenphase erreichen die beiden Erstplatzierten das Achtelfinale.
Von da an trennen sich die Wege – dafür sorgen nicht zuletzt die unterschiedlichen Resultate im Senioren- und Junioren-Wettbewerb.
Zudem werden in der Youth League das Achtel- und das Viertelfinale nicht in Hin- und Rückspiel ausgetragen, sondern nur in einer Partie. Die Halbfinalpartien
und das Endspiel finden schließlich im April in Nyon statt.
Von einer Teilnahme an den finale Partien in der Schweizer Stadt sind die beiden Teams an diesem Nachmittag in Leverkusen noch weit entfernt. Lange steht es 0:0. Erst kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit setzt sich Levin Öztunali, der normalerweise im Profi-Kader der Werkself steht, durch und legt quer, sodass Stürmer Paul Gemein den Ball nur noch in das leere Tor einschieben muss. 1:0 heißt es, und kurz danach pfeift der Schiedsrichter zur Halbzeit.

Bayer 04 braucht dringend einen Sieg gegen Monaco, um eine Chance auf ein Weiterkommen im anschließenden letzten Gruppenendspiel in Lissabon zu wahren. Nach dem Seitenwechsel kann Leverkusen direkt nachlegen – und wieder ist Öztunali beteiligt.
Er wird im Strafraum unsanft von den Beinen geholt und es gibt Elfmeter.
„Einer wie Öztunali muss als Profi-Spieler den Unterschied ausmachen“, sagt Bayer-Coach Peter Hyballa.
Den Strafstoß verwandelt Marlon Frey zum 2:0. Am Ende gewinnt die Werkself mit 4:0 und freut sich auf das abschließende Spiel in Lissabon. Doch in Portugal
platzt der Traum vomAchtelfinale. Die Hyballa-Elf muss sich mit 1:4 geschlagen geben. Die Pleite ist aber letztlich egal, weil der direkte Konkurrent, Zenit St.
Petersburg, 3:1 in Monaco gewinnt und somit Platz zwei sichert.
Leverkusen scheidet also aus. Genau wie der FC Bayern München und Borussia Dortmund. Nur die A-Junioren des FC Schalke überwintern
in der Youth League und dürfen sich auf eine Partie bei Manchester City freuen.

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Bericht: Bayer Leverkusen U19 in der Junioren-Champions League

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