Personality-Mix im Training

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Updated: August 1, 2017

Wenn man über Fußballtraining schreibt, denkt man oft der Spieler A passt zu Spieler B und fertig und auf einmal merkt man der Ball kommt nicht an – dass ist nicht gut – oder er kommt an und dann ist es gut!

Doch dass Training viel mehr ist und das man komplex trainieren kann und soll, wird in vielen Facetten in verschiedenen Trainingsphilosophien, Trainerzitate, Büchern, Fortbildungen usw. beschrieben.

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Verschiedene Philosophien auch geschuldet von der Trainer-Personality

 Jeder Trainer hat eine bestimmte Philosophie, wie er gerne spielen lassen möchte, der eine will schnell umschalten, der andere will viel Ballbesitzzeiten haben, ein anderer wiederum möchte mit einem langen Ball den Mittelstürmer suchen, der den Ball halten soll!

Auf der anderen Seite – Philosophie hin, Philosophie her – auch der Trainer, der viel Kurzpass spielen lassen möchte – wird auch den langen Ball einstreuen – der Trainer, der nur schnell umschalten lassen will, muss auch per mehrfachen Ballbesitz auf die Lücke hoffen, die dadurch frei wird!

Was damit klar wird, die Spieler brauchen viele technische Wiederholungen für die einzelnen Pass- und Dribbelsorten, die je nach Spielsituation unheimlich vielfältig sind – und dazu brauchen sie viele taktische Angebote im Trainingsprozess, die einzelne Situationen für das Wettspiel kopieren!

Darum werden viele Trainingsformen angeboten, die der Trainer immer wieder mischen kann – er soll sich einzelne Spielsituationen vor das Auge führen – wo der Spieler aber auch verschiedene Optionen angeboten bekommt. Natürlich ist ein besonderes Schwerpunkttraining extrem relevant – aber geben sie ihren Spielern eine Vielfalt von Lösungsmöglichkeiten mit, denn der Spieler muss im Spiel selbst „schreiben“ können…die Spielhandschrift- und Coaching-Grammatik kann/soll der Trainer mitgeben, aber kreativ und erfolgsorientiert müssen die Spieler es ausführen! Deshalb ist Angebot und Umsetzung total wichtig!

Zuhören und Nachdenken im Trainingsprozess

Farbsysteme

 Nur Angebote zu geben ist Aufgabe vom Coach – stellen sie sich vor sie gehen in einem Baumarkt und können nur aus einer hellen und dunklen Farbe auswählen…sie können ihr Zimmer halt hell oder dunkel streichen – sozusagen haben sie dabei eine bestimmte Farbphilosophie! Die Richtung ihrer „Streichidee“ ist halt vorhanden. Doch jetzt haben sie über 20 Farben , hell – dunkel mit verschiedenen Tönen usw. jetzt können sie das Zimmer auch wieder nur hell oder dunkel streichen, nur mit verschiedenen Kombinationen, in verschiedenen Richtungen – sie können sogar etwas überstreichen, wenn sie ihre erste Idee nicht für gut genug empfinden…d.h., sie können verschiedene Kombinationen verbinden, sie können korrigieren, sie können testen, sie können sich Eindrücke verschaffen, sie können auswählen, sie können sogar nach Tageslaune auswählen…sie besitzen optional einfach viel mehr Kreativität in ihrem bestimmten „Farb-System“…

Wenn man das auf sein Fussballtraining projiziert – ist es ähnlich, im Kopf gibt es immer bestimmte Ideen, es gibt bestimmte Systeme, es gibt methodisch-didaktische Ansätze…wenn der Trainer strukturiert ist und eine bestimmte Systematik gedanklich besitzt, ist dies sehr viel Wert – nur jetzt muss er sich auch unheimlich viele Optionen kreieren, die er zuerst in seinem Kopf ordnen muss und dann auf seine Mannschaft spiegelt.

Ein Spieler kann nur kreativ sein, wenn im Training auch eine Atmosphäre geschaffen wird  – wo die Mannschaft verschiedene Trainingserfahrungen erhält, anhand von vielerlei Trainingsübungen, die der Trainer systematisch strukturiert.

Der Spieler braucht nicht immer die Systematik erkennen, denn er muss in den einzelnen Formen, nur hochmotiviert zu Werke gehen und dabei technisch-taktisch-konditionell-mental an seine Leistungsgrenze gehen.

Freiheitliches Training ist geil

Roter Trainingsfaden

Denn der Spieler ist nicht der Trainer, sowie umgekehrt…was für den Trainer total einleuchtend sein kann, ist für den Spieler vielleicht sehr verwirrend – deshalb soll der Trainer einen bestimmten „roten Trainingsfaden“ im Kopf haben, wie er sein Ziel (Spielphilosophie, auf den Gegner vorbereiten, die Mannschaft fit kriegen usw.) vorbereitet.

Die Mannschaft muss erkennen, dass der Trainer einen Plan hat, den wir umzusetzen haben, sie brauchen aber nicht die bestimmte Methodik erkennen, weil sie es auch noch gar nicht können, da sie keinen ausgebildeten Trainer sind – sie müssen auch nicht jede einzelne Übung verstehen, sie müssen aber „spüren“ – dass sie zur jeden Spielsituation, verschiedene Möglichkeiten besitzen, wie sie etwas auf eine spezifische Art lösen können – und wenn sie noch lustvoll, mutig und mit Spass die Trainingsformen absolvieren, ist die Motivation hoch, dass im Training und im Endziel, im Spiel umzusetzen – sehr groß ist!

Der Trainer soll alles trainieren, viele Möglichkeiten aufzeigen, aber darf nie seinen individuellen Plan aufgeben – so stärkt er unterbewusst die Intuition, die manchmal vielmehr Wert besitzt als eine Methode – aber vielleicht ist es auch eine Methode, eine Intuition zu schärfen die der Spieler im Stressmoment Wettspiel ausstrahlen muss!

Den Platz immer im Blick…

Trainingsbaumarkt

Aus diesem Grund gehen sie in ihrem persönlichen „Trainingsbaumarkt“ und suchen sie ihre Farben aus, nehmen sie so viele Farben wie es irgendwie möglich ist – versuchen sie die „Trainingsfarben“ zu kombinieren mit viel Kreativität – aber noch wichtiger, mit einem bestimmten Plan – denn nur sie wissen, wie ihr „Trainings- und Spielzimmer“ farblich aussehen soll.

Die Spieler versuchen farbenfroh es zu streichen, dass gelingt aber nur, wenn sie viele Möglichkeiten vorgesetzt bekommen, die sie in verschiedene Spielsituationen ausprobieren können – denn eine „Trainingsfarbe“ ist nicht wichtiger als die andere, sondern vieles ist relevant und bedeutend für den Tag X und dass ist das Spiel!!

Ich wünsch den Trainern farbenfrohe Ideen und Pläne für Training und Spiel, und den Spielern, einen Trainer, der ihnen „farben“-hafte Optionen und „helles“ und „dunkles“ Coaching anbietet, so dass Trainer und Mannschaft von Pinselstrich zu Pinselstrich zum Erfolg eilen können – denn Farbe ist nicht gleich Farbe – aber Training ist auch nicht gleich Training…

http://www.sportakademie24.de/fussball-dvd-tiqui-taca-1/

Ende Juni war in der niederländischen Fussball-Zeitschrift voetbal international wieder ein Artikel über die niederländische Trainerausbildung, wo Hyballa sich über den Aufschwung der deutschen Trainergilde Anfang 2000 bis jetzt äußerte…ok, niederländische Sprachkenntnisse sind erwünscht…

Freigeist- Gedanken immer im Blick…

Duitse omslag

 Peter Hyballa schudt het hoofd. ‘Voor 2000 was het Duits voetbal dood. Het was conditie, ausdauer, mandekking en de lange bal om het duel aan te gaan. Bovendien was het voetbal volledig in zichzelf gekeerd. Door de vele wereldtitels dachten we dat we het voetbal hadden uitgevonden. Er was een dieptepunt nodig om te beseffen dat alles anders moest’, analyseert de Duitse coach. ‘En waarom denk je dat het nu creatieve toptalenten regent? Om de simpele reden dat we goede coaches zijn gaan opleiden. Voor 2000 was dat toptalent en die potentie er ook, maar werd dat helemaal niet ontwikkeld. Er was geen visie en er waren geen trainers om het talent van die jeugd te ontwikkelen.’

Revolutie en vooruitgang door de trainers te ontwikkelen. Zo goed en zoveel mogelijk. Hyballa: ‘Ik las laatst  dat de cursus coach betaald voetbal in Nederland maar één keer per twee jaar wordt gegeven en ook dat er een beperkt aantal cursusplaatsen zijn. Reden: er zijn al zoveel coaches met dat diploma en men wil de markt niet overspoelen. Nou en, denk ik dan. In Duitsland zijn twee cursussen per jaar. Daar redeneert men juist: hoe meer deskundige mensen hoe beter. En wanneer ze niet in de Bundesliga terecht komen, dan maar een of twee niveau’s lager. Of in het buitenland. Of nog beter: ze komen in de jeugd terecht.’

Nicht schlecht, Herr Kittel…

Marktwerking

Hoe meer kennis er gedeeld wordt, hoe beter. En hoe meer gediplomeerde trainer-coaches hoe beter. Het zal het algehele niveau alleen maar ten goede komen. Laat de markt uiteindelijk maar zijn werk doen. De besten komen uiteindelijk vanzelf bovendrijven. Peter Hyballa nam nog maar twee maanden geleden afscheid als voetbalcoach bij NEC. Inmiddels is hij al weer aan de slag als topdocent bij voetbalscholing.nl. Dit bedrijf van oprichter Fons van den Brande is al twintig gespecialiseerd in voetbalopleidingen in elke denkbare richting zoals voetbaltechniek, voetbalconditie, mentale weerbaarheid en hersteltrainingen. In die rol bedient het bedrijf voetbalclubs, verenigingen, trainers, vrijwilligers, het bedrijfsleven of betaalde voetbalorganisaties. En in feite heeft ook de Duitse voetbond geprofiteerd van de expertise toen de visie van Rene Meulensteen door een docent van het bedrijf van Fons van den Brande (Marcel Lucassen) werd geïntegreerd in de Duitse opleidingen.  Het viel samen met de periode dat de Duitse opleidingen een explosieve groei van creatieve talenten voortbracht.

 

Peter Hyballa 2-daagse 2018

 

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