Rechtsfuß auf links – Linksfuß auf rechts!!!

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Updated: Februar 17, 2017

In aller Munde ist der FC Bayern-Akteur Arjen Robben – der immer wieder nach innen zieht und sofort auf das gegnerische Tor schießt oder den Steckpass in die Box ablegt. Auf Topniveau versuchen viele Gegenspieler ihn zu stoppen – aber er ist immer wieder erfolgreich mit dieser Falsch-Fuß-Taktik! Warum?

SKY: Im sechsten Teil der SKY-Serie „Fußball-Inhalte“ erklärt der Eredivisie-Trainer Hyballa diese Falsch-Fuß-Ideen per Übungsformen, Videoanalysen und Taktikboard dem deutschen Zuschauer! Die großen Bundesligaszenen mussten wie immer aus rechtlichen Gründen herausgenommen worden!

Der Rechtsfuß spielt heute auf der linken Seite!

  • Natürlich besitzt nicht jede Mannschaft einen Philipp Lahm, der problemlos mit seinem schwächeren linken Fuß auf links spielte. Doch, die Taktik, die sich dahinter verbirgt, kann jeder Trainer übernehmen. Auch der nervende Satz von Trainer, „ich muss sehen, was ich für ein Spielermaterial besitze“, zählt nicht. Denn der Trainer muss seiner Mannschaft eine gewisse Handschrift mitgeben (z.B. Raumdeckung bei defensiven Ecken, Kurzpassspiel, One-Touch-Fußball usw.) und zu dieser Kategorie gehört auch die Wahl von einer Falsch-Fuß-Taktik auf den Flügel.
  • Die meisten Mannschaften spielen mit einem Linksfuß auf links und umgekehrt – man kommt als Trainer zumeist auf neue Ideen, wenn z.B. sich alle LF´s verletzt haben und notgedrungen einen Rechtsfuß auf links hinstellt (der „Lahm-Effekt“). Doch nicht nur äußere Ereignisse soll der Trainer zu neuen Ideen „anstacheln“, sondern eine präzise Überlegung seiner Flügeltaktik.
  • Wenn ein LF auf der linken Seite agiert, fühlt er sich wohl! Denn er kann den Ball oft mit der linken Innenseite an-und mitnehmen, er kann den Ball direkt mit links weiterleiten. Wenn er mit seinem zentralen Wandspieler einen Doppelpass spielt, kann er mit links bis zur Seitenlinie weiter dribbeln und mit links klar eine Flanke reinspielen. Vom Gegenspieler wird sicherlich der linke Spielfuß „dicht gemacht“, aber der geschulte Außenspieler kommt mit seinem starken Fuß schon oft durch. Denn wenn auch der Gegenspieler den Außenspieler nach außen „wegdrückt“, ist es für den Linksaußen nicht so schlecht, den er kann den Ball immer noch mit seinem starken Fuß reinflanken oder den gekonnten Rückpass zum nachrückenden MF-Spieler spielen.
  • Dass Problem ist aber, dass der LF auf links und der RF auf rechts, oft stur geradeaus laufen und zumeist die Flanke von der Torauslinie suchen oder wenn sie nicht „durchkommen“, dann spielen sie schon eine Flanke aus der Halbposition. Sicherlich kann dies auch gewinnbringend sein, wenn man einen starken Offensiv-Kopfballspezialist im Zentrum hat.
  • Wenn ein LF nun auf der rechten Seite spielt, entstehen am Anfang „unforced errors“, da der Spieler sich an die neue Seite gewöhnen muss. Er versucht immer noch viel mit seinem starken Fuß zu spielen, so muss er aber anders zum Ball laufen, da er den Ball nun nicht mehr über sein Standbein rollen kann und mit der starken Innenseite den Ball annehmen kann. Nun muss er den Ball besser entgegenlaufen, da dass nähere Bein sein starker Fuss ist. So kann er den Ball vielleicht auch leichter verlieren, da er zwischen sich und dem Gegenspieler kein Standbein mehr ist. Mit der Falsch-Fuß-Taktik, spielt der Außenverteidiger auch etwas mehr zentral. Dies finde ich aber gar nicht so schlecht, denn dann kann man noch besser die 6er-Position anspielen und der Ball läuft schneller über das Zentrum. Wenn der Außenspieler schon auf einer Halbposition steht, besitzt er auch mindestens zwei Optionen; spiel ich mit meinem starken Fuß den Ball über das Zentrum oder spiel ich mit meinen schwächeren Fuß über die Seite und spiel den Ball „longline“. So, ist der Spieler unberechenbarer.

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Bessere Ausbildung in der Beidfüßigkeit

  • Im Juniorenbereich und im Seniorenbereich kann man die FFT anwenden. Gerade im Kinder- und Jugendfussball kann man dadurch viel besser die Beidfüßigkeit trainieren. Das große Manko im technischen Bereich, ist die Beidfüßigkeit und dadurch verringert sich das Tempo und die Spielkreativität. Denn bis sich der Spieler den Ball auf seinen „Schokoladen-Fuss“ umgelegt, vergehen immer ein paar Momente und der Gegenspieler erobert den Ball oder stört den Aufbau über die Flügel. Wir Trainer denken uns immer wieder Formen aus, wo die Beidfüßigkeit verbessert wird, doch im Spiel agieren die Spieler doch wieder zumeist mit ihrem starken Fuss. Die Spieler wollen im Training und Spiel einfach keine Fehler machen, da sie denken, dass sie dann frühzeitig ausgewechselt werden oder erst gar nicht von Anfang spielen. Doch nicht nur bestimmte Übungen helfen da weiter, sondern auch die taktische Position, wo der Spieler gezwungen ist, mit dem falschen Fuß zu passen und zu schießen! Denn es wird im Spiel immer wieder Stresssituationen geben unter Raum-und Zeitdruck, wo der Spieler den Ball mit seinem schwachen Fuß spielt. Wenn er diese Situationen aber 3-5 mal in jedem Spiel macht verbessert sich der andere Fuß automatisch und man erzielt eine gewisse Ausbildung in der Beidfüßigkeit!
  • Gerade Kindertrainer müssen viel mit der FFT spielen, denn dann erhalten sie im technischen Bereich, Spieler die mit beiden Füßen passen, dribbeln, tricksen und schießen können. Denn der starke Fuß wird sowieso weiter ausgebildet, denn intuitiv spielt man immer lieber mit dem starken Fuß. Es ist ähnlich wie bei Steffi Graf, die ihre Rückhand immer umlaufen hat, um mit ihrer starken Vorhand zu punkten. Doch im Fußball gibt es nun mal einen Gegenspieler, der den starken Fuß zumacht und so den ballbesitzenden Spieler eigentlich seine ganze Stärke raubt! Aber nicht nur im Kinderbereich kann man die Beidfüßigkeit verbessern, auch im Junioren- und Seniorenbereich. Vielleicht kann man die Beidfüßigkeit im Kinderfußball erlernen und im Juniorenbereich verbessern!

Vorteile mit FFT:

– Der Spieler ist unausrechenbarer!
– Der Spieler sieht nicht nur den geraden Weg, sondern blickt ins Zentrum!
– Die Beidfüßigkeit, auch für andere Spielsituationen verbessert sich!
– Der Spieler kann vom Flügel ins Zentrum dribbeln und selbst abschließen!
– Der Spieler steht mehr auf der Halbposition und besitzt somit mehrere Optionen den Ball zu spielen!
– Nicht nur geradeaus am Flügel laufen und einfach nur flanken!
– Der Flügelspieler wagt mehr auf das Tor zu schießen!
– Bessere taktische Ausbildung, da der Flügelspieler viel mehr im zentralen Bereich agiert!
– Gute Zukunftsperspektiven, denn ein Spieler mit Beidfüßigkeit, ist vielseitig einsetzbar!
– Falls der Trainer im Spiel eine neue Taktik wählt, geht der Linksfuß wieder auf links und spielt über seine starke linke Seite!

Nachteile im FFT:

– Als Außenverteidiger spielt mit man unsichere Pässe mit der Außenseite, da man den starken Fuß einsetzen will!
– Der Körper steht nicht zwischen Ball und Gegner!
– Man dribbelt in Richtung Strafraum, da der starke Fuß näher im Zentrum liegt (Gegenspieler klaut den Ball und geht allein auf das Tor!)!
– Viele Abspielfehler mit dem schwachen Fuß!
– Man dribbelt zu sehr auf die 6er und 10er-Position und macht so die zentralen Spieler zu!
– Man dribbelt zu schnell ins Zentrum, obwohl man in eigenen Situation die Seite besser ausspielen kann!
– Man geht nicht mehr auf Hinterlaufaktionen ein, da der Spieler selbst abschließen möchte!
– Der Spieler wird nach ein paar Minuten selbst hektisch, da er zu sehr den starken Fuß gebrauchen möchte!
– Er kann sich mit Position nicht identifizieren, da er jahrelang schon auf seiner „richtigen“ Seite spielte (mentales Problem)!

 

STRIJDPLAN – DER SCHLACHTPLAN
(DOKU auf FOX Sports NL – jetzt in voller Länge)!!!

54:35 Minuten in niederländischer und englischer Sprache!

 

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