Rood, Zwart en Groen – Hyballa bei NEC

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Updated: Juli 1, 2016
Peter Hyballa im Stadion NEC Nijmegen.

Peter Hyballa kehrt in den Profifußball zurück. Der 40 Jahre alte gebürtige Bocholter, übernimmt den niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen. Die Unterschrift setzte er unter einem Zwei-Jahres-Vertrag.

Zuletzt war der Fußballlehrer, der als einziger Deutscher Mitglied in der niederländischen Profi-Trainervereinigung ist, war zuletzt für Bayer Leverkusen tätig.

In Nijmegen wird er sogenannter Hoofdtrainer, also Cheftrainer, werden. NEC wurde in dieser Saison Zehnter und verpasste nur knapp die Playoffs für die Europa League.

Dabei spricht der 40 Jahre alte Fußballlehrer fließend Niederländisch. Der Vater war Seelsorger in Rotterdam, die Mutter ist Holländerin. Im Seniorenbereich stehen Stationen bei Zweitligist Alemannia Aachen, Sturm Graz, Red Bull Salzburg Juniors, Ramblers Windhoek (Namibia) und das Kurz-Engagement in Leverkusen.

http://www.omroepgelderland.nl/nieuws/2112154/Hyballa-gaat-er-meteen-flink-op-bij-NEC

Zudem ist Hyballa in der Trainer-Fortbildung beim Deutschen Fußball-Bund sowie im Ausland (u.a. Honduras, Namibia) tätig. Zuletzt leitete er beim niederländischen Trainerkongress in Zwolle eine Fortbildung vor 1300 niederländischen Trainern!

https://www.devoetbaltrainer.nl/trainingsplanner/exercise/passentrappen-2/?mc_cid=45121e1d1d&mc_eid=225d8a8bc1

Die erste Trainingswoche lief bereits unter der Leitung des Trainerteams Hyballa, Brandts und Brookhuis! Neuer sportlicher Leiter ist Danny Hoekman!

Peter Hyballa neuer Trainer bei NEC Nijmegen. Peter Hyballa

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NEC (Aussprache: [ˈɛn ˈeː ˈseː]) (Nijmegen Eendracht Combinatie [Aussprache: [ˈnɛi̯.ˌmeː.ɣə(n) ˈeːn.ˌdrɑxt ˈkom.bɪ.ˌnaː.(t)si]]) ist ein niederländischer Fußballverein aus Nijmegen. Die Vereinsfarben sind Rot-Grün-Schwarz.

1900–1910: Von der Straßenmannschaft zu N.E.C.

Der Verein wurde am 15. November 1900 in den armen Vierteln der Stadt Nijmegen gegründet. Zu dieser Zeit wurde besonders dort Fußball gespielt, nicht auf Rasen und entsprechenden Plätzen, sondern auf der Straße. Eine Gruppe dieser Straßenkicker machten es sich schließlich zur Aufgabe, einen Verein ins Leben zu rufen, um besser organisiert Fußball spielen zu können. Der Name lautete zuerst „Eendracht“. Mit einem wöchentlichen Beitrag wurde Geld gesammelt, um zuerst Bälle und später weitere Dinge kaufen zu können. In den ersten Jahren spielte man vor allem gegen Teams aus anderen Stadtteilen. Bereits damals galt der Klub als starker Gegner für seine Nachbarn. So wurde Eendracht zum ersten Meister der 1903 gegründeten Nijmegen Football Association. Damit stieg der Verein in die Geldersche Football Association auf. Schon zwei Jahre darauf schaffte man sogar den Sprung in die zweithöchste Klasse des KNVB. Fußball wurde im damaligen Stadtviertel immer wichtiger. Im April 1910 erfolgte die Umbenennung in N.E.C., als man mit einem zweiten Nijmeger Team fusionierte und sich auf den Namen Nijmegen Eendracht Combinatie (deutsch: Nijmeger Spielgemeinschaft) einigte.

1911–1936: Ewiger Zweitligist und Aufstieg

Nach dem Zusammenschluss dauerte es viele Jahre bis zu den ersten großen Erfolgen. Dabei sorgte man sich immer wieder, wie man den Verein auf gesunden finanziellen Beinen stehen lassen könnte. Der Klub kam aus einer armen Gegend und bestand hauptsächlich aus Arbeitern. Reiche Mitglieder hatte man nicht. Problem gab es vor allem mit der pünktlichen Zahlung der Beiträge. Anfang der 1920er entspannte sich dieses Problem. N.E.C. kaufte ein Grundstück am Hazenkampseweg und richtete ein Vereinsheim ein. Folgerichtig stiegen Mitgliederzahlen und Anhänger. Sportlich lief es zwar auch gut, aber den Sprung in die erste Liga schaffte der Klub nicht. Obwohl er 1928, 1929, 1931 und 1934 Meister der zweiten Liga wurde, blieb es dem Verein nicht vergönnt, erstklassig zu werden. Erst 1936 erreichte man dieses langjährige Ziel. N.E.C. gewann die Relegationsspiele und stieg erstmals in die erste Liga auf.

1937–1953: Die Goldenen Jahre

Auf den Aufstieg folgten erfolgreiche Jahre. Selbst die Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg konnte die Mannschaft nicht davon abhalten, eines der besten Teams der Niederlande zu werden. Bereits 1939 wurden die Nijmeger Ost-Meister und waren somit berechtigt, um die nationale Meisterschaft zu spielen. Dabei wurde der Klub hinter Ajax Amsterdam und DWS Amsterdam Dritter. 1946 folgte die zweite Ost-Meisterschaft, welche das Team im Folgejahr verteidigen konnte.

1954–1973: Einführung des Profifußballs und Etablierung

Nach Einführung des Profifußballs in den Niederlanden stürzte der Verein ab. Neben internen gab es finanziellen Probleme. Der Verein zog sich in den unterklassigen Amateurbereich zurück, um einer Auflösung zu entgehen. Anfang der 1960er Jahre gingen dadurch die Mitgliederzahlen zurück. Im Jahr 1963 schritt die Stadtverwaltung ein, die es für wichtig hielt, mit einem Fußballverein in einer Profiliga vertreten zu sein, und den N.E.C. finanziell unterstützte. Bereits eine Spielzeit später stieg der Klub auf. Drei weitere Jahre später spielte man wieder Erstligafußball in Nijmegen. Die Zuschauerzahlen stiegen fortan an. N.E.C. legte viel Wert auf eine gute Ausbildung, um seine Spieler nach einiger Zeit in der ersten Mannschaft an große Vereine verkaufen zu können. Dazu gehören beispielsweise die späteren niederländischen Nationalspieler Frans Thijssen und Jan Peters. Trotz fehlender großer Titelerfolge zählte der Klub damals zu einem der beliebtesten Vereine in den Niederlanden. 1969/70 spielte man erstmals international auf. Im UEFA Intertoto Cup war man in einer Gruppe mit Jednota Zilina (Slowakei), Örebro SK (Schweden) und AC Bellinzona (Schweiz). Einzig gegen Bellinzona konnte man gewinnen, so dass NEC den dritten Platz belegte. Mitte der 70er übernahm sich der Klub jedoch und hatte erneut wirtschaftliche Probleme.

Einer der größten Erfolge dieser Zeit war die Teilnahme an den Endspielen um den KNVB-Pokal 1973. Gegen NAC Breda galt das Team vom damaligen Trainer Wiel Coerver als Favorit auf den Titel. Auf den Weg dorthin schlug man bereits Mannschaften wie AZ’67 und Feyenoord Rotterdam. Doch es kam anders: Breda gewann mit 2:0 und verpasste damit NEC Nijmegen einen tiefen Schlag.

1974–1994: Fahrstuhlteam und wirtschaftliche Pleite

Nach Ablauf der Spielzeit 1973/74 stieg der Verein in die Eerste Divisie ab, schaffte aber den sofortigen Wiederaufstieg. In den kommenden Jahren spielte man aber regelmäßig gegen die Abstieg. Im 1983 folgte der erneute Gang in die zweite Liga. Allerdings erreichte man im gleichen Jahr das Finale um den nationalen Pokal. Nach Hin- und Rückspiel verlor das Team aber klar mit 2:6 Toren gegen Ajax Amsterdam. Ab da an galt man als Fahrstuhlmannschaft. 1985 stieg der Klub auf, aber gleich darauf wieder ab. Drei Jahre brauchte man, um wieder in die Eredivisie zu gelangen. Nach zwei Spielzeiten war dann aber auch schnell wieder schluss damit. Erst 1994 folgte der wiederholte Aufstieg ins niederländische Oberhaus. Hinzu kamen immer wieder wirtschaftliche Schwierigkeiten. 1987 ging der Verein pleite. Nur aus dem Grund das 80 % der Gläubiger von einer Tilgung absahen, blieb der Klub bestehen. Der damalige Präsident Henk van de Water besorgte einige Sponsoren, die N.E.C. ein finanzielles Polster verschafften.

Obwohl man 1993/94 noch zweitklassig war, erreichte die Mannschaft zum dritten Mal das Finale um den KNVB-Pokal. Im Halbfinale schlug man überraschend Ajax Amsterdam. Im Endspiel wartete schließlich Feyenoord Rotterdam. Dort unterlag der Klub schließlich knapp mit 1:2.

1995–2009: 100-jähriges Bestehen und konstante Leistung

Als N.E.C. zwischen 1995 und 1997 dreimal kurz vor dem Abstieg stand, überraschten diese zur Saison 1997/98, als der achte Rang in der Liga erspielt wurde. Auch in den Folgejahren spielte der Klub kontinuierlicher und es kamen wieder mehr Zuschauer sowie neue Sponsoren. Aus diesem Grund konnte man es sich leisten ein neues Stadion, das Goffertstadion, erbauen zu lassen. 2000 feierte man dann das 100. Vereinsjubiläum. In der Eredivisie reichte es zwar nur zu Platz 15, dafür zog man aber wieder ins Pokalendspiel ein. Gegen Roda JC Kerkrade setzte es aber auch im vierten Anlauf eine Finalniederlage. 2002/03 erreichte die Mannschaft unter Trainer Johan Neeskens mit Rang fünf die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte und qualifizierte sich damit erstmals für den UEFA-Pokal-Wettbewerb. Doch bereits in der ersten Runde schied das Team nach zwei 1:2-Niederlagen gegen den polnischen Vertreter Wisła Krakau aus. 2008/09 schaffte man es erneut in den UEFA-Cup einzuziehen. Nachdem der Verein die Gruppenphase überstand und dabei gegen Udinese Calcio (Italien) und Spartak Moskau (Russland) ihre ersten UEFA-Cup-Pflichtspiele gewinnen konnte, schied N.E.C. in der ersten Runde der K.O.-Phase gegen den Hamburger SV aus. 2009 verließ Erfolgstrainer Mario Been den Verein in Richtung Feyenoord Rotterdam. Dieser leitete seit 2006 die Geschicke der Mannschaft.

2009–heute: Sportlicher Abstieg und Wiederaufstieg

Der erst vor der Saison 2009/10 als Trainer eingestellte Dwight Lodeweges kündigte bereits Ende Oktober seinen Rücktritt an.[1] Sein Nachfolger wurde Mitte November 2009 Wiljan Vloet[2], unter dem sich der Klub in den folgenden zwei Jahren jeweils im Mittelfeld der Eredivisie platzierte. Nach dem freiwilligen Abschied von Vloet wurde für die Saison 2011/12 Alex Pastoor als neuer Trainer präsentiert.

Im ersten Jahr unter Pastoor gelang ein guter achter Platz. Im zweiten Jahr beendete der Klub die Hinrunde gar als Sechster, ehe ein sportlicher Absturz begann, der in der Saison 2013/14 mit dem ersten Abstieg des Klubs seit über 20 Jahren endete. Doch bereits in der ersten Saison in der zweitklassigen Eerste Divisie gelang dem NEC der sofortige Wiederaufstieg. Unter dem Trainer Ruud Brood beendete das Team die Saison mit 101 Punkten und stellte damit einen neuen Punkterekord in dieser Liga auf. Brood verließ den Verein nach diesem Jahr dennoch auf eigenen Wunsch. Für die Eredivisie-Saison 2015/16 verpflichtete der Klub Ernest Faber, zuvor Assistenztrainer bei PSV Eindhoven, als neuen Trainer.

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