Action-Dribbling

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Updated: April 26, 2021

In unserem offensiven Spielstil gibt es klare Ideen, die wir immer im Feldtraining ausprobieren und üben. Ich erwarte von den Spielern eine Menge Action-Moves – besonders von den angreifenden Spielern. Von den Kreativen und den Wilden. Auch von den Talenten, die frei und mit neuer Software spielen. Insbesondere die Software für junge Spieler, die einen hohen Transferwert für Vereine erzielen können, muss mit Verantwortung und viel Dribbling und 1: 1-Offensivsituationen gefüttert werden. Action Dribbling bedeutet, mutig zu sein und immer zu versuchen, sich zu behaupten. Sei frech und lerne immer neue Tricks und Feinheiten. Mit einem guten Trick, einem schnellen Tempo und immer auf der Suche nach Entscheidungen kannst du Spiele entscheiden. Aus diesem Grund versuchen die Trainer, die das Dribbeln lieben, die Spieler (auch im Einzeltraining) zu animieren, „loszulegen“ und mit dem Freestyle-Dribbling zu beginnen. Weil Dribbeln bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Und das müssen insbesondere Talente lernen – denn sie sind die Zukunft eines jeden Fußballvereins.

Tolle TV-Sport-Doku Reportage im ZDF

Eine interessante Sport-Doku, von Albert Knechtel, der Master der Sportdoku-Filmer… Hier ist die Long Version… Fußballtrainer, ein interessantes und verrücktes Fach…

https://www.zdf.de/sport/zdf-sportreportage/hyballa-runjaic-fußball-deutscher-trainer-polen-doku-100.html

 

Dribbeln sind keine Basics-Bewegungen, sondern Special-Moves

Denn den Ball mit ein paar Stößen zu begleiten kann ja jedes Kind – und ist das Dribbling so einfach, weil es doch so schwierig ist. Oder ist es für jeden konzeptionellen Nachwuchstrainer nur eine reine Banalität, da man doch mehr auf Räume und Verschiebewege achtet – interessant das diese Sachen alle ohne Ball stattfindet, also ist die Geschicklichkeit mit Ball einfacher als Taktiken ohne Ball – grotesk!?

 

Egal, bei jeder Trainerfortbildung und Kongressen, sage ich es immer Dribbling ist kein Basics sondern ein Special, da es zig verschiedene Varianten gibt und nicht nur die reine 1:1-Offensivaktion und nicht nur den einen Trick/Finte!

 

Der deutsche Fußball beschwert sich gerade, dass es zu wenig gute Dribbler gibt…also ist es doch schwierig zu trainieren und es ist auch schwierig zu trainieren!

Denn du musst als Trainer erst alle Varianten im Kopf haben – und diese dann im Detail coachen – und ein Detailcoaching finden Spieler nicht immer spannend. Deshalb muss der Trainer Profilübungen und Spielformen finden, die Spaß, Freude und Begeisterung bringen und der Trainer coacht gerade im Juniorenfußball detailliert – aber nie langweilig.

„Leben in die Bude“ mit der Dribbel-Bildersprache – Generation 2021

Man kann sich immer über meine Begriffe wie Actiondribbling, Klebstoffdribbling, Stressdribbling, Schwarz/Weiß-Dribbling lustig machen (no problem, denn Lachen ist gesund ;)…) – aber damit will ich den Spielern eine Bildersprache mitgeben – die sie in ihren Spielhandlungen auf dem Feld mitnehmen und ausführen!

 

Und die Generation 2021 denkt in Bildern – und ballhaltendes Dribbling hat was beziehungsloses und was „basicartiges“ weil das Dribbling mit seinen vielen Variationen ein Special ist und daher besser behandelt werden muss. Die taktischen Räume zu erkennen ist schön und gut – aber sie müssen auch „bedribbelt“ und „bepasst“ werden – also bespielt.

 

Deshalb müssen wir als Feldtrainer das Dribbling in den verschiedenen Facetten den Spielern anbieten, animieren und auch korrigieren. Ob der Trainer es mit freien Methoden oder mit Drilltraining macht, liegt an seinem authentischen Stil. Aber die Spieler haben Lust zu dribbeln und es ist nicht einfach eine langweilige Basisbewegung!

 

Dribbeln, dribbeln und dribbeln – es darf nicht verloren gehen…

Das Salz in der Suppe ist im Fußballspiel sicherlich das Tore schießen. Doch Zuschauer erfreuen sich immer wieder an gelungene 1-1 – Situationen.

Schnelle Dribblings mit vielen Finten sind attraktiv und effektiv.

Es gibt auch viele Finten, die mit berühmten Fußballern tituliert wurden; der Zidane-Trick, die Beckenbauer-Drehung oder der Ronaldo-Trick. Gerade im Jugendbereich ist es wichtig, dass die Spieler den Mut besitzen, ein 1 gegen 1 zu gestalten und durchzuführen.

Die Trainer können dies provozieren, indem sie nicht ewig „Spiel den Ball ab“ reinbrüllen. Gerade im Grundlagenbereich, ist dies tödlich und stoppt die individuelle Dribbling-Ausbildung, gerade von offensiven Spielern.

 

Aber auch bei Defensivspielern erhöht sich das Repertoire. Wenn sie das Spiel eröffnen, gehört ein gutes Andribbeln auf den Gegner dazu, denn auf den Gegenspielern muss man Druck ausüben, denn sonst brauchen sie nur zum Ball verschieben, statt auf ihn „drauf zugehen“.

Actiondribbling (Ballbesitzdribbling)

  • Bedeutet Aktionen mit Ball erhöhen! Wenn du keinen Mitspieler findest, gibt es immer zwei Sachen, wie es weitergeht – langer Ball oder Dribbling!
  • Den Mut des Spielers erhöhen, um auch für sich selbst Räume (Dribbelräume) zu schaffen!

 

Stressdribbling (Vorbereitung zur Endaktion)

  • Gerade zentrale Spieler in der „Red Zone“, im 9er oder 10er-Raum ist viel Stress, da die Abstände zum Gegner eng sind!
  • Der Spieler am Ball erhält allerhöchsten Balldruck!
  • Kombination von Dribbling, 1 gegen 1, Assist oder Torabschluss, denn Dribbling steht nie allein!

 

Klebstoffdribbling (Maradona und/oder Zidane-Qualität)

  • Der Spieler dribbelt in eine für ihn schwierige Situation, z.B. Unterzahlsituation.
  • Nun entsteht entweder die Maradona-Qualität, Ausspielen der Gegner viele 1:1 oder 1:2 – Situation kreieren
  • Oder es entsteht die Zidane-Qualität, perfektes Ballabschirmen und im letzten Moment den Ball passen!

 

Schwarz/Weiß-Dribbling (Entscheidungsdribbling)

  • Der Spieler entscheidet selbst. Die Idee des impliziten Lernens/Dribbelns kommt – der Spieler muss verschiedene Lösungen selbst anwenden, z.B. den Ball halten oder den Zweikampf offensiv suchen!
  • Der Trainer bietet nun mehr Spiel- statt Übungsformen an, da verschiedene Dribbelsituationen nun entstehen, die der Spieler lösen muss…

 

Zweikampfdribbling (1:1)

  • Der Klassiker des Dribblings – man sucht das Duell gegen den Defensivspieler und man gewinnt das 1:1 (Vorbereitung zur Endaktion) oder man verliert und man geht sofort ins Gegenpressing.
  • Zu diesem Dribbling gehören nun Finten und Tricks dazu. Verschiedene Moves müssen vom Trainer im Training angeboten werden.
  • Auch der Faktor Schnelligkeit ist extrem wichtig, wenn der Spieler das Fintentraining in seiner Nachwuchsausbildung nicht angeboten bekam. Dann heißt es „Augen zu und durch-dribbeln“ 😉

 

Coachingverhalten bei 1:1-Spielformen:

  • Den Mut der Spieler fördern ins 1:1 – Duell zu starten!
  • Nicht nur gerade auf den Gegenspieler zu dribbeln, sondern etwas kurvenartig!
  • Schnelles Tempodribbling!
  • Beidfüßiges Dribbling!
  • Vor dem Dribbling eine ganz enge Ballmitnahme erzielen!
  • Dribbeln nicht als Show, sondern zielgerichtet!
  • Den Blick nicht nur auf den Ball!
  • No-look-Blick… nach rechts schauen und nach links wegdribbeln!
  • Nicht zu schnell den Ball quer oder tief spielen!
  • Wenn eine Finte beherrscht wird und funktioniert; diese immer wieder im Spiel anwenden!

Balltraining ist Detailtraining

Apropos DETAIL – der Trainer oder ein spezifischer Co-Trainer oder Techniktrainer muss diese Aufgaben nicht als Basis sehen – sondern als hohe Qualitätsaufgabe erkennen und der Profitrainer muss es fordern. Auch bei allen Pass- und Dribbelfaktoren können Kataloge angefertigt werden, die systematisch verbessert und kontrolliert werden. Techniktraining stoppt nicht bei den C-Junioren – nur bei den U17, U19 und Senioren vermischt sich der Ball mit dem Spiel. Daher Spielelemente trainieren – aber im Detailcoaching auch manchmal exakt auf den BALL und die TECHNIK schauen!

 

Ob implizites, explizites oder inzidentelles Lernen – oder im Fußballjargon zu bleiben, den Straßenfußball zu kopieren oder nach der Coerver-Methode zu arbeiten – ist nicht so entscheidend! Jeder Trainer hat seine bestimmte Philosophie – ich habe von jedem Kuchenstück was genommen, die reine Drillmethode fand ich auch gut, wo Technikelemente eingeschliffen werden und mit vielen Pass/trap Formen garniert wurden. Auch die Coervermethode ist interessant, wo die verschiedenen Richtungen im 1 gegen 1 Offensivspiel entschlüsselt werden und wo die Spieler systematisch Finten und Tricks erlernen und automatisieren. Die reine Spielmethode ist sicherlich die, die am häufigsten trainiert wird – da die Spieler den Ball im Spiel beherrschen müssen und im Spiel werden auch alle anderen taktischen Elemente trainiert. Doch der Mix ist das entscheidende – dazu das genaue und detaillierte Coaching in der Ballbehandlung.

 

Balltechnik ist ROMANTIK

TECHNIK ist ROMANTIK und ein Special – egal welche Methode sie bevorzugen oder gar einen Methodenmix – die Technik muss wieder sexy werden…

 

Neueste Kolumne in De Voetbaltrainer über „Hässliche Tore“

Lelijke doelpunten tellen ook

 

‘We hebben goed gespeeld, maar hadden problemen bij het maken van doelpunten’. We horen dit vaak uit de mond van spelers of trainers tijdens de perspraatjes na afloop van een wedstrijd. Ik moet dan altijd mijn wenkbrauwen fronsen. Ook mijn team bij Wisla Krakow heeft soms last van de gedachte om alleen op zoek te gaan naar mooie doelpunten, keurig opgebouwd via goed positiespel. Zeker voor teams die niet al te hoog staan op de ranglijst is dat niet altijd een verstandige eigenschap. Er is wat mij betreft niets mis met een (vroege) voorzet, als tegenhanger van het voortdurende tiki taka voetbal tot aan de achterlijn van de tegenpartij. En als je kunt schieten? Schieten! Wij deden onlangs een partij/toernooivorm met de nadruk op scoren. Hoe vaak ik wel niet moest coachen op ‘Schieten!’! Raar, want je bent toch op voetbal gegaan op te scoren. Het is me dus duidelijk dat ik m’n spelers nog meer moeten laten focussen op doelgerichtheid. Om dit te benadrukken, gebruik ik bij de kleine partijvormen vaak extra regels: als je direct (dus 1x raken) uit de voorzet scoort, of als je scoort door middel van een schot van verder dan 12 meter afstand, dan telt het doelpunt voor 5 punten. Alle andere doelpunten voor 1. Ik wil daarmee onze box-to-box middenvelders stimuleren om vaker te schieten. En dan moet ik ze niet afmaken als de bal over de ballenvanger gaat.

 

In de eindfase van wedstrijden wordt bij achterstand vaak geprobeerd om nog iets te forceren. Maar als je denkt dat dit op dat moment de beste oplossing is, waarom zou je het dan niet ook al eerder in de wedstrijd doen? Los van alle tactische plannen of opdrachten van de voetbaltrainer in kwestie, denk ik dat de oorzaak hiervan een treurige achtergrond heeft. Veel spelers kúnnen simpelweg niet een goede crossbal of voorzet geven! Hoe vaak zien we een flankspeler vrij aan de zijkant om een voorzet te geven, maar wordt gekozen voor de veilige pass over de grond terug of breed? Te vaak naar mijn zin.

 

Natuurlijk kunnen we de sport voetballen niet zo makkelijk met tennis vergelijken, maar hoe denk je dat toptennissers hun forehand en backhand zo hebben geperfectioneerd? Oefenen, oefenen, oefenen. We moeten onze spelers niet alleen maar (tactische) positie- en partijspellen laten doen. Vaardigheden oefenen en die steeds verder onder weerstand laten terugkomen. Hiervoor moeten spelers dus uit hun comfortzone komen. Ze moeten iets doen wat ze nog niet zo goed kunnen. Toch is dit nodig om beter te worden. En wil de speler dat niet? Dan doet hij daarmee uiteindelijk zichzelf tekort.

 

Ik heb dit seizoen aan onze verdedigers gevraagd wat zij vervelende situaties vinden tijdens de wedstrijd. Ze noemden toen onder meer de bal achter de laatste linie, het uit de rug bewegen door de aanvaller van de tegenpartij, en het omgaan met de afgeslagen bal na een hoge cross. De zogenaamde tweede bal, maar dat vaak in de buurt van het eigen zestienmetergebied. Je mag aannemen dat de verdedigers van bijna elke tegenpartij hetzelfde vinden. Daar moet je dan gebruik van maken.

 

Ik denk dat veel jeugdvoetballers van zowel vroeger als nu vooral worden ‘opgevoed’ met het aanvallen door middel van verzorgd positiespel. Maar dat is het halve werk! Ik zou in de jeugd veel vaker vaardigheden als het geven van voorzetten en schieten trainen. Dat wordt soms ouderwets genoemd. Niet mee eens. En ik denk dat aanvallers als Thomas Müller of Wout Weghorst het met mij eens zijn.

 

Kijk eens naar doelpunten in de Champions League. Hoeveel ‘mooie’, uitgespeelde doelpunten zie je daar, en hoeveel ‘lelijke’, toevallige doelpunten worden gemaakt? Spelers als Müller hebben ontzettend vaak gescoord in hun leven, maar zet al hun doelpunten maar eens achter elkaar en je zult versteld staan hoeveel lelijke doelpunten daar bij zitten! Müller heeft aangegeven dat hij alleen maar zo vaak kan scoren als hij (veel) ballen krijg van buiten naar binnen, over de grond en door de lucht. De rest doet hij. In een team is het dus belangrijk om elkaar kwaliteiten te kennen én ernaar te handelen. En als dat uitmondt in een lelijk doelpunt, prima!

 

https://newonce.sport/artykul/centrostrzal-26-na-chlodno-o-showmanie-jak-peter-hyballa-zmieni-wise-krakow

https://ifj96.de/modernes-dribbling-ebook

https://ifj96.de/spielformen-fußball-buch

https://www.zdf.de/sport/das-aktuelle-sportstudio/sportstudio-podcast-gespraeche-folge-9-peter-hyballa-fußball-100.html

https://www.zdf.de/sport/zdf-sportreportage/hyballa-runjaic-fußball-deutscher-trainer-polen-doku-100.html

 

 

 

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