Corona 3 – Torschusstraining (Doppel/Trio-Aktionen)

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Updated: Juni 16, 2020

Wir trainieren immer noch in kleinen Gruppen und am Anfang hab ich auch gedacht, was für eine Beschäftigungstherapie! Ich kann keine Duelle, Positionsspiele und Spielformen trainieren. Nur dann habe ich nachgedacht und wieder viele alte Übungsformen entstaubt und wieder praxisnah in Gruppen trainiert. Zwei klare technische Periodisierungsaufträge waren für mich klar: Beidfüßigkeit und Torabschlüsse trainieren. Dazu läuferisch top-fit und in Tricks, Dribbling und Passspiel-Bereich verbessern. Denn die Specials denken heute viele Trainer sind taktische Raumideen in Spiel- und Chaosformen und verschiedene Techniken oder Coerver-Bewegungen sind Basics. Auch in diesen Corona-Zeiten konnte ich wieder erkennen… oh nein, wie viele Spieler Streit mit dem Ball haben – einfache Zielstöße mit links und rechts – genaue Crossbälle mit links und rechts – Steil-Klatsch-Steil-Formen mit links und rechts – Übersteiger/ Ausfallschritt mit links und rechts usw… dort entstehen viele Probleme – und auf das Spiel kopiert bedeutet es das Ballverluste. Zeitverlust, weil der schwache Fuß halt schwach bleibt. Um läuferisch fit zu werden – aber dabei Torschusstechniken zu trainieren haben wir viele Doppel/ Trioaktionen trainiert. Dies bedeutet: Frontaler Torabschluss/ Flanke von rechts verwerten/ und einen Torschuss über den tiefen Ball erzielen… also viele Komponenten verbinden. Aber jeder Spieler muss auf eine Position, so dass jeder einen Cross mit links flankt, und ein Torabschluss aus dem Dribbling schießt oder den Torschuss aus der Position mit Gegner im Rücken. Klar, Corona Zeit auch im Training macht kein Spaß, weil nicht gespielt werden kann – aber die Retro-Drill-Übungsformen sind verdammt wichtig!!!

Doppel- und Trioaktionen im Torschussbereich – klares JA zur Drillmethode

  • Um wettkampfmäßig und technisch orientiert zu trainieren sind doppelte Situationen z.B. Flanke und frontaler Torschuss gut zu kombinieren. Viele Drill-Elemente zu absolvieren, um bei Spielern eine gutes Ballhandling und gezielte Torschüsse zu erzielen. Auch im Zeitalter von Lifekinetik und Chaosformen usw – ich bin ein klarer Befürworter von der Drillmethode. Ob man immer was einschleifen kann, weiß ich nicht – aber die zig Wiederholungen unter Coaching- und Zeitdruck haben mir gute Werte und Erfahrungen gegeben und auch Sicherheit bei Spielern gezeigt. Denn das Feedback von Spielern ist am wichtigsten, und nicht immer was wir als Trainer im Kopf haben und was in verschiedenen Büchern und bei Fortbildungen referiert wird. Die Praxis ist das Zauberwort – aus den verschiedenen Ecken und Räume zu schießen und stets mit beiden Füssen!!
  • Dazu immer kreative Aufgaben mit verschiedenen Laufideen, Pass- und Dribbelbewegungen waren mir als erfahrener Trainer in der Corona-Zeit ganz wichtige Unterstützer. Und den Jungs hat es super Spaß gemacht!!
  1. Trainingsformen in und um den Strafraum (Box)
  2. Trainingsformen für den Torwart (gezielte Crossbälle)
  3. Klares Flankentraining auf den ersten und zweiten Pfosten
  4. Tiefe Bälle in den Lauf – Abschluss
  5. Klares frontales Passspiel – Gegner im Rücken Kopie
  6. Doppelpass- Wandspiel am Flügel – zurücklegen auf den 16er
  7. Aus dem Tiquitaca-Modus wegstarten, andribbeln und Torabschluss
  8. Aus dem Dribbling/Skills-Bereich klare Zielstöße
  9. Immer den zweiten Ball schießen
  10. Nahdistanz
  11. Ferndistanz
  12. Immer im Battle trainieren – z.B. Mannschaft gegen Keeper

Teamtraining mit 1,5 Meter Abstand

Interview mit der WAZ im Mai 2020 – über Corona-Fußball und Co.

Herr Hyballa, der niederländische Fußballverband erwägt, den Spielbetrieb ab September nach dem Vorbild der Bundesliga fortzusetzen. Wie haben Sie den Re-Start wahrgenommen?

Peter Hyballa: Es ist gut, dass wieder gespielt worden ist. Ethisch kann man das sicherlich in Frage stellen, auch ich bin zwiegespalten, ob das in der aktuellen Lage wirklich sein muss. Aber für Fußballer ist es ein positives Signal. Es ist einfach ätzend, nicht spielen zu können.

Es war der erste Geisterspieltag in der Bundesliga-Geschichte. Wie wirkte das auf Sie?

Ich habe es mir ohne Fans schlimmer vorgestellt. Ich war gefühlt hundert Jahre Jugendtrainer, da kenne ich die Atmosphäre nur zu gut. Aber ich fand es okay, mal abgesehen von den Pressekonferenzen danach: Trainer mit Masken sind ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Glauben Sie, dass die Bundesliga ein Vorbild für die Niederlande sein kann?

Ja sicher. Der niederländische Verband verfügt über dieselben Strukturen wie der DFB, die Politik hat  auch schon gezeigt, dass sie zusammenarbeiten kann. Ich hoffe, dass die Kurve weiter abflacht und wir im September wieder spielen können. Die Niederlande kann dann auf die Erfahrungen aus Deutschland zurückgreifen. Eine gute Kopie ist besser als ein schlechtes Original.

Wie erleben Sie die Corona-Krise in Breda?

Im Moment ist es wie in einem Science-Fiction-Film. Normalerweise ist das hier eine fröhliche Stadt, hier wird auch mal ein Bierchen getrunken. Aber jetzt ist nichts mehr los.

Die Niederlande haben später als andere Länder Einschränkungen erlassen.

Die Niederländer lieben ihre Freiheit, die lassen sich nicht so schnell etwas verbieten. Als dann die Zahl der Todesopfer stieg, wurden die Menschen unruhig, auch in Breda. Vor dem Lockdown wurde hier noch Karneval gefeiert, mit allem drum und dran, mit Bierchen und Küsschen. Danach gab es auch hier immer mehr Kranke und es ist Hektik ausgebrochen.

Die Saison wurde abgebrochen, einige Vereine protestieren, weil es weder Auf- noch Absteiger gibt. Auch Breda hätte noch Chancen auf den Aufstieg gehabt. Ärgert sie das?

Wir haben natürlich auch gekotzt. Mein Ziel war nie die zweite niederländische Liga, aber Breda ist ein Volksklub, ins Stadion kommen normalerweise 18.000 Zuschauer. Ich wollte im Sommer aufsteigen, und wir  hatten einen richtig guten Laufen, haben keine Spiele mehr verloren – und plötzlich Ende Gelände, Saisonabbruch. Da stehst du da und weißt auch nicht mehr weiter.

Wie trainieren Sie unter diesen Umständen die Mannschaft?

Wir haben jetzt mehrere Wochen im Homeoffice gearbeitet. Als Angestellter im Büro geht das vielleicht noch, aber als Fußballer? Seit zehn Wochen haben wir keine Zweikämpfe geführt. Man hat ja in der Bundesliga gesehen, was das mit Fußballern macht – alle waren vorsichtig. Immerhin können wir seit einer Woche wieder in Kleingruppen trainieren. Das ist echt anstrengend für uns Trainer, weil wir neun Stunden auf dem Platz stehen, die Spieler nach und nach trainieren und wir immer aufpassen müssen, dass die Abstände eingehalten werden. Aber das ist besser als nichts. Wir können wieder mit den Spielern quatschen.

Schauen Sie da neidisch nach Deutschland?

Neid ist das falsche Wort. Die können halt spielen, wir nicht. Wir hätten auch gerne einen sportlichen Wettkampf, einen Anreiz. Wir haben jetzt noch drei Monate Zeit, bis der Spielbetrieb vielleicht wieder losgeht, wenn keine zweite Corona-Welle kommt. Jetzt hängst du ein bisschen rum und versuchst als Trainer, die Mannschaft zu motivieren. Es ist alles gerade bizarr und krank – aber die Welt ist auch krank.

Torjubel

Corona-Training – Hyballa Kolume in de Voetbaltrainer 250 (in NL-Sprache)

Coronatraining als kans

We trainen in deze periode met NAC Breda van maandag tot en met donderdag. Voor vrijdag (rompstabiliteit) en zaterdag (duurloop) krijgen ze huiswerk mee. Zondag vrij. We doen geregeld de shuttle run test om te monitoren hoe iedereen ervoor staat. We hopen dat we in augustus oefenwedstrijden kunnen gaan spelen. In de planning denken we dan aan spelen op woensdag en in het weekend, en soms wedstrijden van twee keer 60 minuten, waarbij iedere helft een andere groep op het veld staat. Tot die tijd geef ik ze een paar keer twee weken ‘vrij’. Medio juni was zo’n periode en eind juli nog een keer. Vooral in die laatste fase zullen we wel monitoren dat ze thuis goed actief blijven.

Ik zie coronatrainingen in het geheel niet als bezigheidstherapie. Om me heen hoor ik anderen er wel eens over klagen. Onterecht vind ik. Als het aan mij ligt, gaan we na de coronatijd door met het bijna wekelijks inplannen van zogenaamde coronatrainingen. Oftewel, trainen in kleine groepjes, die op een doordachte manier door mij zijn samengesteld. Een gangster, een lieve speler, een werker, een nadenker, een jonge, een oudere speler. Dus niet de vrienden of dezelfde posities standaard bij elkaar. In ieder groepje zit ook een keeper, die zo ook aan zijn training kwam. Er is dankzij het werken met deze kleine groepjes geen mogelijkheid tot verstoppen meer! Er is geen nooduitgang, want de trainers zien nu echt alles. Belangrijk is dat de oefeningen op wedstrijdtempo worden uitgevoerd en dat er zo vaak mogelijk sprake is van winnen en verliezen. Spelers onderling, of spelers tegen keeper. Ik verwacht een goede inzet van de spelers en omdat we ‘slechts’ vier dagen op de club trainen, blijkt dit geen enkel probleem. De mindset van de spelers moet zijn: ik wil beter worden, ongeacht deze vervelende – maar niet te veranderen – omstandigheden. Ik durf te stellen dat in een paar weken van veel spelers het minder goede been beter is geworden. Spelers ervaren dit zelf ook! Spelers van wie ik dacht dat ze misschien een beetje lui waren, zijn echt (fysieke) grenzen over gegaan. Geweldig vind ik dat, ik voelde me net een personal coach. En belangrijker nog, zij ook!

Kalt oder watt?
(Koud Hè?)

Bij de afwerkoefeningen heb ik, in combinatie met een passoefening, veel gebruikgemaakt van zogenaamde dubbel- en triple-acties. Dus na een korte dribbel met schot op goal, moet de speler omschakelen en bijvoorbeeld een eentweecombinatie in de halfspace doen om daarna een voorzet vanaf de zijkant af te werken. Dankzij de kleine groepjes kwam iedereen in deze organisatie op elke positie aan bod. We draaiden dus om de zo veel minuten door. Elke speler moest dus ook een keer een voorzet met zijn minder goede been geven. Dat was… verhelderend. Laat ik zeggen dat hier nog veel ruimte voor verbetering is. Ik vrees dat in Nederland door jeugdtrainers nog steeds veel ‘seniorentrainingen’ worden gegeven, met veel tactiek en wedstrijdvoorbereiding. Nee, leer jonge spelers nu eerst tweebenig worden!

Wat doen we tijdens de coronatrainingen? Ik zorg voor heel veel afwisseling. We doen veel afwerkvormen, Coerveroefeningen, passtechnieken en interval-loopjes. Hoe lang de coronamaatregelen ook duren, ik wil dat we klaar zijn voor ons beoogde tactische spel zodra de competitie weer begint. Ik zie het als de voorbereiding op het 1:1-duel. En de nabereiding! Want na een 1:1-duel in de wedstrijd moet er dikwijls omgeschakeld worden. Zeker in onze speelwijze. We doen in principe 1x per week een stationstraining, waarbij ik met een assistent-trainer en twee fysiotherapeuten op het veld sta. De spelers lopen dan, vaak individueel, de stations langs. Bij mij doen ze bijvoorbeeld het schieten op een klein doeltje, met evenveel aandacht voor het sterke als het minder goede been. Bij mijn assistent doen ze iets van passen, dribbelen of het aannemen van de bal. Bij de fysio’s doen ze cardio of kracht. De trainingen hebben het karakter van een voetbalschool voor kinderen, die ik in het verleden veel heb gedaan in zowel Duitsland als Amerika. Functioneel bezig zijn om individuele spelers beter te maken. Dat heeft niets met bezighouden te maken.

 

Ein Bild aus der Vogelperspektive. Peter Hyballa steht auf grünem Rasen und schaut erschrocken nach oben zum Betrachter.

Überall Kameras!

 

https://www.nrz.de/sport/fussball/bvb/ex-bvb-trainer-peter-hyballa-alles-gerade-bizarr-und-krank-id229146376.html

https://www.foxsports.nl/video/3222424/hyballa-vastberaden-wij-waren-gepromoveerd/

https://www.bndestem.nl/nac/nac-trainer-hyballa-moeilijk-gemotiveerd-te-blijven-als-je-traint-zonder-doel~adda13b7/

Kombi-Finishing

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